Der Wilde Kaiser No. 14/36, Impression, Sonnenuntergang
aus der Serie „36 Stimmungen des Wilden Kaisers“
2026
Öl auf Leinwand
40 x 40 cm
CR 13-4
Privatsammlung Österreich
Eine goldene Abendstimmung am Wilden Kaiser bildet den Ausgangspunkt dieses kleinformatigen Gemäldes. Das besondere Licht des Sonnenuntergangs wird dabei nicht nur zum Motiv, sondern zum eigentlichen Gegenstand der Malerei.
Sowohl der Titel Impressionen, Sonnenuntergang als auch die malerische Herangehensweise treten bewusst in einen Dialog mit dem französischen Impressionismus des 19. Jahrhunderts. Während dort Licht häufig durch helle und insbesondere weiße Pigmente in den oberen Farbschichten erzeugt wurde, verfolgt dieses Werk einen anderen Ansatz: Über mehrere Wochen aufgebaute Schichten mit Bienenwachs erzeugen eine besondere Transparenz und Tiefenwirkung. Dadurch scheint das Licht weniger auf der Oberfläche zu liegen, sondern aus dem Inneren des Gemäldes hervorzutreten.
Je nach Blickwinkel verändert sich dadurch die Wahrnehmung der Oberfläche und damit auch der Charakter des Bildes. Das Werk knüpft an die zentrale impressionistische Frage nach der Flüchtigkeit des Lichts an, übersetzt sie jedoch in eine eigenständige zeitgenössische malerische Technik.
No. 14 steht in unmittelbarer Beziehung zu No. 13/36. Beide Gemälde zeigen denselben Abend am Wilden Kaiser mit nur geringem zeitlichem Abstand. Gemeinsam machen sie sichtbar, wie schnell sich Licht, Farbe und Atmosphäre innerhalb weniger Minuten verändern können.
Namentlich lehnt sich das Bild direkt an Claude Monets Impression, soleil levant an, das 1874 bei der ersten Impressionistenausstellung in Paris gezeigt wurde und der Stilrichtung später ihren Namen gab.
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