CV
Kaspar Laurenz (*1997) lebt und arbeitet in Innsbruck, Österreich, und Neapel, Italien.
Sein künstlerischer Schwerpunkt liegt in der Malerei. Ausgangspunkt seiner Werkgruppen sind unterschiedliche Aspekte menschlicher Erfahrung, die häufig über Motive der Natur und die unmittelbare Auseinandersetzung mit ihr verhandelt werden. Entscheidend ist die emotionale Wirkung, die sich zwischen Werk und Betrachter entwickelt. Farbe begreift er dabei als wesentliches Mittel dieser Erfahrung.
Dabei wechselt Kaspar zwischen unterschiedlichen malerischen Verfahren, Bildsprachen und Medien, ohne einen einheitlichen Stil zum verbindlichen Prinzip seiner Arbeit zu erheben. Serien dienen ihm dazu, einzelne Fragestellungen über mehrere Arbeiten hinweg zu untersuchen. Über die Malerei hinaus umfasst seine Praxis lebende skulpturale Arbeiten mit Bäumen, Keramik, Fresko sowie Arbeiten auf Papier und in digitalen Medien.
Zu seinen zentralen Werkgruppen zählt die Serie 36 Stimmungen des Wilden Kaisers, in der er sich mit den wechselnden Erscheinungsformen des alpinen Lichts auseinandersetzt. Kitzbühel bildet als Heimatstadt einen wichtigen Bezugspunkt seiner Arbeit und war 2025 und 2026 Schauplatz zweier großer Einzelausstellungen.
EINZELAUSSTELLUNGEN
2026 36 Stimmungen des Wilden Kaisers, Studio G10, Kitzbühel, Österreich
2025 Herbstimpressionen, Studio G10, Kitzbühel, Österreich
GRUPPENAUSSTELLUNGEN (ausgewählt)
2026 Artlab Zwischenwelten Oktober, Galerie Benjamin Eck, München, Deutschland (upcoming)
Artlab Zwischenwelten Juni, Galerie Benjamin Eck (Gewinner des Publikumspreises)
SAMMLUNGEN (ausgewählt)
Stadtgemeinde Kitzbühel - Baum der 100 Apfelblüten, permanente Installation, seit 2026.
AUSBILDUNG
Studium der Medizin
Medizinische Universität Wien
2019 – 2026
Studium der Sprachwissenschaften
Universität Wien
2018 – 2019
| 2026
September 2026 – 2 monatiger Aufenthalt in Neapel. Auseinandersetzung mit Pompeji und Herculaneum.
August 2026 – Große Einzelausstellung zur Serie „36 Stimmungen des Wilden Kaisers“ im Studio G10 in Kitzbühel
Juni – Ausstellung im ArtLab der Galerie Benjamin Eck in München und Gewinn des Publikumspreises mit Der Wilde Kaiser No. 3/36.
Mai - erste Pflanzungen des öffentlichen Kunstprojektes "Baum der 100 Apfelblüten" in den Gemeinden Kitzbühel, Going am Wilden Kaiser und Innsbruck, Österreich.
| 2025
Dezember – Einreichungen und Projektvorschläge an verschiedene Institutionen, darunter der Schiele Award, das Hahnenkamm-Rennen-Poster und das Stadtmuseum Kitzbühel, die nicht angenommen wurden.
November – Umzug von Wien nach Innsbruck und Anmietung eines eigenen Ateliers in Tirol.
Oktober – erste Soloausstellung Herbstimpressionen im Studio G10 in Kitzbühel.
August – Betreuung der erkrankten Großmutter bis zu ihrem Lebensende.
Juli – längere Reise durch Italien. Inspiration durch die Wandmalereien Pompejis und die Fresken Piero della Francescas in Arezzo.
Anfang 2025 – Bewerbung um die Mitgliedschaft bei der Künstler:innen Vereinigung Tirol abgelehnt. Arbeit an Krankenhäusern in Wien und Tirol.
| 2024
November – Beginn der Serie 36 Stimmungen des Wilden Kaisers.
Oktober – einmonatiger Aufenthalt in Mailand. Studium der Farbigkeit der italienischen Renaissance anhand der Werke in der Pinacoteca di Brera.
September – erneuter Aufenthalt in Uganda. Mitbegründung des Vereins Espoir zur Unterstützung von Kindern und jungen Frauen in Ostafrika.
Juli – Erweiterung der künstlerischen Arbeit um Keramik, Kintsugi und plastische Arbeiten, auch als Wiederaufnahme der handwerklichen Prägung durch die Porzellanwerkstatt der Mutter.
| 2023
Herbst – erster längerer Aufenthalt in Zentraluganda. Mitarbeit im Krankenhaus, parallel dazu Arbeit an Landschaftsgemälden mit mitgebrachten Ölfarben.
Herbst - Studium der Werke von Michelangelo in Florenz.
2023/2024 – längere Aufenthalte in Berlin mit regelmäßigen Besuchen im Museum Barberini in Potsdam, intensiver Auseinandersetzung mit dem Impressionismus durch die Sammlung Hasso Plattner. Medizinische Arbeit in der geschlossenen Psychiatrie der Schlosspark-Klinik Charlottenburg. Teilnahme an Aktzeichenkursen neben der medizinischen Arbeit und Landschaftsstudien der norddeutschen Seen.
Sommer – erste längere künstlerische Reise zu seinem Bruder nach Lissabon. Intensive Beschäftigung mit der Malerei und dem Licht des Südens sowie Studium der Arbeiten von Henri Matisse, Claude Monet, William Turner und Caspar David Friedrich.
Frühling - erste Reise nach Pompeji. Studium der Freskomalereien, gefolgt von ersten Experimenten mit dem Medium Sumpfkalk.
März – Reise auf die Lofoten in Norwegen. erster Kontakt mit den Nordlichtern.
| 2019
Wechsel zum Medizinstudium in Wien, getragen vom Interesse am menschlichen Körper und Geist.
Erste Besuche in der Albertina in Wien und Beginn einer eigenständigen, autodidaktischen Auseinandersetzung mit der Malerei neben dem Studium, ausgelöst durch die Begegnung mit den Gemälden Claude Monets.
| 2018
Umzug nach Wien und Beginn des Studiums der Sprachwissenschaften, getragen von dem Interesse, Sprache als Ausdruck kultureller Zugehörigkeit, Identität und Wahrnehmung zu verstehen.
| 2017–2018
Zivildienst und Mitarbeit im Rettungsdienst des Roten Kreuzes.
| Bis 2017
Schulzeit in Tirol. Erste selbstständige Reisen durch Europa sowie kleinere Jobs in Bordeaux und Berlin. Großes Interesse an Sprachen, verbunden mit intensivem Studium von Französisch, Italienisch und Spanisch.
| Seit 1997
Frühe und intensive Auseinandersetzung mit der Tiroler Bergwelt durch die Mitarbeit am Hof sowie im Alpenblumengarten der Großeltern am Kitzbüheler Horn.
Wiederholte Beobachtung des Wilden Kaisers aus einer vertrauten Perspektive, der später zu einem initialen Motiv der eigenen Malerei wurde.
Künstlerische Prägung durch die Porzellanmalerei und Porzellanwerkstatt der Mutter.
| 1997
Geboren in München und aufgewachsen auf einem Bauernhof in Tirol.
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