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36 Stimmungen des Wilden Kaisers

STUDIO G10, Kitzbühel, Österreich

36 Stimmungen des Wilden Kaisers

Die Werkserie 36 Stimmungen des Wilden Kaisers setzt sich mit wechselnden Lichtverhältnissen, Farbstimmungen und atmosphärischen Zuständen des Alpenraumes auseinander. Der Wilde Kaiser bildet dabei das wiederkehrende Motiv, anhand dessen Kaspar die Farbe des Lichts und ihre malerische Wirkung untersucht.

Ausgangspunkt der Serie war ein frühes, farbintensives Gemälde eines Sonnenaufgangs über dem Bergmassiv, das heute die Werknummer No. 1/36 trägt. In den folgenden Jahren weitete Kaspar die Serie auf zunehmend unterschiedliche Licht- und Wetterverhältnisse aus.

Prägend für Kaspars künstlerische Arbeit sind unter anderem die französische Maltradition des Impressionismus, deren Farbigkeit und expressiver Umgang mit Licht, sowie die Intensität der Farbfeldmalerei des amerikanischen Abstrakten Expressionismus. Diese Einflüsse prägen nicht nur das Spektrum seiner Farben, sondern auch seinen Umgang mit deren Materialität.

Die Gemälde entstehen häufig über mehrere Monate hinweg. Die Farbe wird in zahlreichen, teilweise lichtdurchlässigen Schichten aufgebaut, sodass darunterliegende Farbtöne hindurchscheinen und feine Nuancen entstehen. Die jeweilige Form des Pinselstrichs ergibt sich aus der Empfindung, die das Bild vermitteln soll. Im Zentrum der Serie stehen die emotionale und malerische Wirkung von Landschaft, Atmosphäre und Farbe.

Die großformatigen Bilder der Ausstellung sind von beinahe architektonischer Qualität und vermitteln einen starken Eindruck räumlicher Präsenz. Trotz ihres Formats geht von Kaspars Werken stets eine sanfte, fast intime Wirkung aus, wie seine monumentale Arbeit Der Wilde Kaiser No. 3/36 offenbart. Mit knapp zwei Metern im Quadrat gehört sie zu den großformatigsten Werken der Serie und wird von einer sanften, blass rosaroten Stimmung dominiert. Sie gibt das Licht eines Frühlingstages wieder, an dem der schmelzende Schnee in der Luft eine diesige Lichtstimmung hervorruft.Im Gegensatz dazu unterstreicht No. 21/36 mit seinen intensiven Orange- und Gelbtönen Kaspars Faszination für leuchtende Lichtverhältnisse. Die warmen Farbtöne erinnern an Vincent van Goghs Sonnenblumen und verstärken die kraftvolle Energie der Komposition.

Neben den Gemälden entstehen experimentelle skulpturale und keramische Arbeiten, die Fragestellungen der Serie in den dreidimensionalen Raum übertragen. Kaspar verwendet dabei unter anderem Keramik, Stein und Holz als Bildträger. Diese Arbeiten entwickeln sich teilweise parallel zu einzelnen Gemälden und entstehen in jeweils eigenen, vielschichtigen Arbeitsprozessen. Dadurch erweitert sich die Auseinandersetzung mit dem Wilden Kaiser über das klassische Tafelbild hinaus.

WERKE

Die Entstehung eines Kintsugi

2026

Vase des Wilden Kaisers, Skizze

2026

Der Wilde Kaiser No. 23/36

2026

Der Wilde Kaiser No. 20/36

2026

Der Wilde Kaiser No. 17/36

2026

Der Wilde Kaiser No. 28/36

2026

Der Wilde Kaiser No. 30/36

2026

Der Wilde Kaiser No. 29/36

2026

Der Wilde Kaiser No. 12/36

2026

Der Wilde Kaiser No. 19/36

2026

Der Wilde Kaiser No. 16/36

2026

Der Wilde Kaiser No. 13/36

2026

Der Wilde Kaiser No. 14/36, Impression, Sonnenuntergang

2026

Der Wilde Kaiser No. 21/36

2026

Der Wilde Kaiser No. 11/36

2026

Der Wilde Kaiser No. 9/36

2026

Der Wilde Kaiser No. 10/36

2026

Der Wilde Kaiser No. 8/36

2026

Der Wilde Kaiser No. 7/36

2026

Der Wilde Kaiser No. 6/36

2026

Der Wilde Kaiser No. 5/36

2026

Der Wilde Kaiser No. 4/36

2026

Fresko, zerbrochen

2024

Der Wilde Kaiser No. 3/36

2025

Der Wilde Kaiser No. 2/36

2025

Der Wilde Kaiser No. 1/36

2024

Vase des Wilden Kaisers, Kintsugi

2025

© Andreas Wimmer

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