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Der Wilde Kaiser No. 16/36

aus der Serie „36 Stimmungen des Wilden Kaisers“

2026

Öl auf Leinwand

90 x 90 cm

CR 16-1

Ausgangspunkt für dieses Werk war eine Sonnenaufgangsstimmung, in der der Fels des Wilden Kaisers in einem intensiven Rot leuchtet. Wie alle anderen Werke der Serie begann auch dieses Gemälde als gegenständige Landschaft.

Im Verlauf eines langen Arbeitsprozesses entwickelte sich das Bild jedoch zunehmend in Richtung Abstraktion. Der ursprünglich gemalte Wilde Kaiser blieb unter den späteren Farbschichten erhalten, während die Oberfläche Schritt für Schritt in quadratische, pixelartige Farbflächen aufgelöst wurde.

Damit nimmt dieses Gemälde innerhalb der Serie eine Sonderstellung ein. Es ist das einzige Werk der 36 Stimmungen des Wilden Kaisers, das die Figuration beinahe vollständig verlässt. Die ursprüngliche Lichtstimmung lässt sich noch erahnen, doch Farbe folgt hier nicht mehr ausschließlich der Natur. Vielmehr wird ihre eigene Wirkung zum Thema des Bildes.

Die Arbeit untersucht, wie weit sich eine Landschaft abstrahieren lässt, ohne ihre Atmosphäre vollständig zu verlieren. Sie stellt die Wirkung von Farbe, Struktur und Komposition in den Mittelpunkt und verzichtet bewusst auf eine eindeutige Darstellung.

Bereits bei der ersten Ausstellung der Serie polarisierte das Werk besonders stark. Während viele jüngere Besucher der Abstraktion offen begegneten, wurde sie von einem älteren Publikum häufiger abgelehnt. Dadurch entwickelte sich das Gemälde selbst zu einem der meistdiskutierten Werke der Serie.

© Andreas Wimmer

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